Bei Jungheinrich waren digitale Initiativen in klassischen Linieneinheiten organisiert. Lange Durchlaufzeiten, geringe Release-Frequenz und gewachsene Legacy-Systeme begrenzten Innovationsgeschwindigkeit und Skalierbarkeit. Digitale Services konnten Marktanforderungen nur verzögert bedienen. Ziel war es, eine leistungsfähige Produktorganisation aufzubauen und kontinuierliche digitale Wertschöpfung sicherzustellen.

In einem Transformationsprogramm wurden bestehende Strukturen in eine eigenständige, 70-köpfige digitale Produktdivision überführt. Es wurde eine kontinuierliche Produktlieferung etabliert, inklusive DevOps- sowie CI/CD-Strukturen auf AWS, und zentrale Legacy-Systeme schrittweise abgelöst. Die Organisation wurde auf agile Skalierung ausgerichtet und mit klarer Budgetverantwortung von 10 Mio. € pro Jahr gesteuert.

Die Durchlaufzeiten reduzierten sich um 30 %, während sich die Lieferzuverlässigkeit digitaler Produkte um 60 % erhöhte. Parallel stieg die Mitarbeitendenzufriedenheit um 20 %. Die neue Struktur ermöglichte schnellere Markteinführungen, höhere Planbarkeit und eine nachhaltige Skalierung digitaler Services im Konzernumfeld.